Erstellt 02.02.2000 W.Spieß
Erweitert: 04.05.2000
Hersteller und Anbieter von Automatisierungsprodukten wie Honeywell, Intellution,
Rockwell Software, Siemens, Microsoft usw. unterstützen die OPC-Spezifikation
(OLE for Process Control = OLE zur Fertigungskontrolle). Ziel war und ist, eine
Vereinheitlichung der Datenübergabe. Immer wieder wurden und werden Lösungen
neu erfundenen, um auf Prozessdaten zugreifen zu können. Beispielhaft ist
der Datenaustausch und die Steuerung via Feldbuss in der Automatisierungstechnik
über den PC. Die OPC-Technologie stellt eine hier eine standardisierte
Schnittstelle zur Verfügung. Der OPC-Server greift mittels eines Treibers
auf eine Felbusschnittstellenkarte im PC zu. Die Prozessdaten der Feldbuskomponenten
(Sensoren, Aktoren) werden quasi in einem Abbild vom OPC-Server zur Verfügung
gestellt. Ein oder mehrere OPC-Clients können diese durchgereichten Daten
aus dem Prozessabbild lesen und oder z.B. Aktorsteuerbefehle an den OPC-Server
zurück schreiben. Dieser reicht diese Steuerdaten sodann an die Feldbuskomponente
durch.
OPC definiert eine Client/Server Technologie. OPC stellt unter Verwendung der
COM/DCOM-Technologie von MS-Windows eine herstellerunabhängige Schnittstelle
für den industriellen Einsatzbereich. Selbst herkömmliche Office-Programme können
so an die Automatisierungswelt angebunden werden.
Die in der OPC-Foundation™ organisierten Firmen haben festgelegt, wie Daten von einem OPC-Server durch einen OPC-Client gelesen oder geschrieben werden können. Damit ist es möglich, Fertigungsdaten (z.B. Stückzahlen, Messwerte, Betriebsstunden,...) aufzunehmen und z.B. in Microsoft Office Anwendungen oder anderen OPC-Clientapplikationen einzubinden. Die OPC Foundation ist eine weltweite, unabhängige, gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die OPC-Spezifikation zu erweitern. Ein Hardwarehersteller muss also lediglich eine OPC-Serverschnittstelle programmieren und zur Verfügung stellen. Der Anwender wählt frei unter den Hard- und Softwareprodukten aus. The OPC Foundation™ hat bisher folgende Spezifikation festgelegt.
| Data Access v1.0a, September 1997 | |
| Data Access v2.0, November 1998 |
Für eine OPC Client-Server Applikation am Feldbus müssen zunächst die Feldbuskomponenten mittels eines Konfigurators initialisiert werden. Wird der OPC-Server sodann in den Betriebszustand gebracht, kann ein Client auf die Daten (Tags) des OPC Servers zugreifen. Diese werden in der gewohnten MS-Explorer Ansicht per Mausklick ausgewählt. Die Tags können zu Gruppen kombiniert werden. So tauscht das System nur die Daten aus, die vom Client wirklich benötigt werden. Es ist immer möglich, dass mehrere Clients z.B. via Netzwerk auf das Prozessabbild eines OPC-Server zugreifen können.
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Über dieses Softwareinterfaces können Daten (z.B. Bilder ) die in
einer Applikation erzeug- und bearbeitbar sind in einer anderen Applikation
eingebunden und dargestellt werden. Diese als Objekte bezeichnete Daten werden
dabei von einem OLE-Server erzeugt, bearbeitet und aufbereitet. Ein OLE-fähiger
Client kann diese Objekte einbinden und am Bildschirm darstellen. Die Definition
für das reibunglose Zusammenwirken der beteiligten Applikationen sind im
COM (Component Object Model) Standard definiert. Diese Standardschnittstelle
bietet den Vorteil, dass jeder Zugriff auf ein solches Objekt transparent bleibt.
Ein Aufruf dieses Objektes innerhalb der erzeugenden Applikation wird deshalb
genauso behandelt, wie ein Aufruf aus einer anderen Applikation. Diese andere
Applikation kann sich auch auf einem anderen Rechner befinden.
Eine Standardaufgabe der Automatisierungstechnik kann so relativ übersichtlich
gelöst werden. So könnte in dieser Anwendung z.B. gefordert sein,
dass die Prozessdaten von einem Softwarepaket archiviert und an einem anderen
Ort auf einem anderen PC die Prozessdaten visualisiert werden. Die standardisierte
OPC-Schnittstelle vermeidet herstellerspezifische Lösungen um einen Datenaustausch
zu ermöglichen.
Um diese Netzwerkfähigkeit zur Verfügung zu stellen, verwendet OPC
neben der COM Technologie die sogenannte DCOM (Distributed COM)-Technologie.
Das bedeutet, dass die Prozessschnittstellen (z.B. OPC-Server) die auf einem
Rechner eines Netzwerkverbundes installiert ist, auf allen anderen Rechner eines
Netzwerkes zur Verfügung stehen.