Der IEEE1284 Standard

Die  IEEE1284 definiert die Eigenschaften einer parallelen Schnittstelle zwischen Host (z.B. PC) und Pheripheriegeräten, wie Druckern, Scannern, CD-Rom Laufwerken, usw. . Damit soll festgelegt werden, dass Geräte unterschiedliche Hersteller über die gleiche parallele Schnittstelle betrieben werden können (d.h. das Interface kompatibel ist) An den in der IEEE1284 festgelegten Standardisierungen arbeiten Firmen wie z.B. Intel, Zenith Data Systems für den EPP Mode bzw. Microsoft und Hewlett-Packard für den ECP Mode. Es werden  5 Betriebsmodi für die parallele Schnittstelle unterschieden:
   


Compatible Mode
Der kompatible Modus definiert die unidirektionale Datenübertragung zu einem Drucker, wie durch das Centronics Interface für Drucker festgelegt. Der Drucker erhält die Daten über  8 Datenbits, seine Commandos (z.B. Strobe=Daten übernehmen) über Steuerleitungen. Der Druckerstatus kann über Statusleitungen abgefragt werden (z.B. /Acknowledge=Daten übernommen). Der Host (z.B. PC) steuert als Master den Datentransfer. Übertragungsraten bis etwa 200kB/s.
 
Daten out 8 Bit  > Daten in
Commando out (z.B. Strobe) > Commando in
Status in (z.B. Paper End) < Status out
 

Nibble Mode
Die bidirektionale Datenübertragung im Nibble Modus ist Teil des Compatible Mode. Dieser Modus nutzt die Tatsache, dass z.B. beim Druckerport des PC's fünf Statuseingänge zur Verfügung stehen. Über diese können Halbdaten-Bytes (Nibbles) vom  Endgerät zurück zum Host übertragen werden. Es können daher zum Peripheriegerät 8 Bit und vom Peripheriegerät maximal 4 Bit übertragen werden. Ein Byte wird also in 2 Schritten zum Host übertragen. Der Host (z.B. PC) steuert als Master den Datentransfer. Die Datenübertragung kann prinzipiell im Voll Duplexverfahren durchgeführt werden, d.h. simultanes Senden und Empfangen von Daten.
 
Daten out 8 Bit  > Daten in
Commando out (z.B. Strobe) > Commando in
Status in (z.B. Paper End) < Daten  out 4 Bit
Status in < Status out
 

Byte Mode
Die bidirektionale Übertragung von 8 Datenbits wurde beim PC mit der Einführung der Parallelen Schnittstellen im PS2 Modell möglich. Der Datenport kann als Ein- und Ausgang geschaltet werden. Der Host steuert die Kommunikation, also die Datenflussrichtung als Master. Peripheriegeräte wie z.B. EPROM Programmer können die volle Datenbreite (8Bit) nutzen um Information an den Host zu übergeben.
 
Daten in-out 8 Bit  >< Daten in-out
Commando out (z.B. Strobe) > Commando in
Status in (z.B. Paper End) < Status out
 

EPP  (Enhanced Parallel Port)
Durch den EPP Mode werden Übertragung bis zu 2MB/s möglich. Diese Datentransferrate ist mit der einer ISA-Buskarte vergleichbar. Die Hersteller ermöglichen dadurch den Anschluss von externen Geräten wie CD-ROM Laufwerke, ZIP-Laufwerken , Netzwerkkarten, Streamer, usw..
 
Daten in-out 8 Bit  >< Daten in-out 8 Bit
Commando out  > Commando in
Status in  < Status out
 

ECP  (Enhanced Capabilities Port)
Durch den EPP Mode werden Übertragung von  2 MB/s bis 4MB/s möglich.Über Steuerleitungen können prinzipiell mehrer Geräte angesprochen werden. Die Übertragung arbeitet im Halb-Duplexverfahren. Die Tranferrate wird durch Kompression
der Daten erhöht. Für Scanner (Hewlett-Packard) wird das sogenannte RLE-Verfahren zur Reduzierung von Bilddaten verwendet.
 
Daten in-out 8 Bit  >< Daten in-out 8 Bit
Commando out  > Commando in
Status in  < Status out
 


 

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Parallele Schnittstelle im EPP-Modus
Parallele Schnittstelle im ECP-Modus
 

Standard-Druckerkabel für den PC