Echtzeit, echtzeitfähiges Rechnersystem

Die von einer Applikation vorgegebenen Zeitbedingungen müssen von einem echtzeitfähigen Rechnersystem erfüllt werden. Nach DIN44300 ist der Realzeitbetrieb folgendermaßen definiert:

Ein Betrieb eines Rechnersystems, bei dem Programme zur Verarbeitung anfallender Daten ständig betriebsbereit sind, derart, dass die Verarbeitungsergebnisse innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne verfügbar sind. Die Daten können je nach Anwendungsfall nach einer zeitlich zufälligen Verteilung oder zu vorherbestimmten Zeitpunkten anfallen.

Ein echtzeitfähiges Rechnersystem (Automat ) muss also in der Lage sein, einen (rechner-)systemexternen Geschehensablauf durch seine Software synchron zu verfolgen.Je nach Aufgabenstellung, hat es jederzeit ....

auf die externe Kette von Ereignissen einzuwirken. Für die echtzeitfähige Verwirklichung eines Programmes selbst, ist es aber zunächst nicht von Bedeutung, ....: In der Realität unterscheidet man Echzeitsysteme mit 'harten' und 'weichen' Zeitbedingungen. Wie unterscheidet man diese?
 
Sollte es einer Applikation nötig sein, .... 
  • ..... die vom zu erfassenden System vorgegebenen Zeiten in geringem Masse zu überschreiten  und 
  • ..... den größten Teil der rechnerexternen Vorgänge innerhalb gewisser Zeitvorgaben zu erfassen
so spricht man von 'weichen' Echtzeitanforderungen an das Rechnersystem. 
 
 
 
Sollte es einer Applikation nötig sein, .... 
  • ..... die vom zu erfassenden System vorgegebenen Zeiten unter keinen Umständen zu überschreiten  und 
  • ..... alle  rechnerexternen Vorgänge innerhalb gewisser Zeitvorgaben zu erfassen
so spricht man von 'harten' Echtzeitanforderungen an das Rechnersystem. 
Als Beispiele könnte z.B. das Zündsystem  oder die ABS-Steuerung eines PKW gelten.
 
                                                                                                                                            Wolfgang Spieß